Königin der Konsole

Autor / Illustration: Manuel Werner, Kristofer Arbeus, Florian Baltz, Axel Teichmann

1996 trifft Sonys Playstation die etablierten Anbieter Sega, Atari und Nintendo überraschend. Dass aus dieser Ecke eine Konsole kommen würde, die zudem in kurzer Zeit Marktführer wird, hat kaum jemand geahnt. Und die, die von ihr wussten, glaubten nicht an eine Chance für Sony. Weit gefehlt. Den Konsolen wie Atari Jaguar, Sega Saturn oder Super Nintendo ist die Playstation in allen Bereichen (Prozessor, Sound, Grafik, Sprites, Full-MotionVideo) hoch überlegen. Sonys Lizenzpolitik ist in kurzer Zeit sehr erfolgreich und so gibt es bald über 500 Softwaretitel), die sich durch das praktische CD-Format zudem leicht raubkopieren lassen. Damit sind die ehemaligen Großanbieter geschlagen. Sega ist fast bankrott, der Versuch 1998/99 mit der Dreamcast wird von der Ankündigung der Playstation 2 überschattet und selbst Nintendos N64 wird kein durchschlagender Erfolg mehr. Auch in der nächsten Generation behauptet sich Sonys PS2 mit DVD-Player und Internetzugang gut vor Nintendo. Erst 2001 bringt Bill Gates mit seinem Konsolenerstling einen harten Konkurrenten an den Start: Die klobige X-Box mit integrierter Festplatte hat viele Eigenschaften eines „richtigen“ Computers. Der Erfolg wird sich aber auch hier an den erhältlichen Spielen ausrichten, sodass sich bei guten Produktionen Nintendo, Sony und Microsoft um die Exklusivrechte rangeln. (Das Vorrecht auf Gran Turismo 3 z.B. bringt der PS2 30% Umsatzplus).

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