Augenblicke der Verführung

Autor: Dr. Thomas Quinn / Fotografie: Katja Dell

Ecce homo! Die Schaufenster der Seele sind die Augen. What you see is what you get. And what you get is who you are. Die Seele verrät sich augenblicklich.


DER WELTMARKT DER STILLEN SUCHT
MAN TAUSCHT DEN BLICK UND SUCHT DAS GL‹CK. DAS UNWAHRE TRIFFT DIE WARE, DIE SEELE HEISST. KAUF ODER VERKAUF, ES KOSTE, WAS ES WOLLE, VERKƒUFLICH, ABER UNVERƒUSSERLICH: DIE SEELE GIBT SICH NICHT PREIS: DIE WERBUNG GEHT WEITER. DER KAUFREIZ IST EWIG - MAN WIRBT UM SICH SELBST


WINDOWS WITHOUT WORD
EIN BLICK, TAUSEND WORTE. DAS BILD BRICHT DAS SCHWEIGEN. ES SPRICHT VON SPRACHLOSIGKEIT UND UNAUSGESPROCHENEN W‹NSCHEN. DIE LEERE DES BLICKES VERRƒT DIE F‹LLE DER HOFFNUNGSLOSIGKEIT. EIN JEDER SUCHT SICH SELBST UND HOFFT, MEHR ALS BLOSS SICH ZU FINDEN


SCHAUFENSTER MIT BODYTEXT
DER ANBLICK ZIEHT AN; DER BLICK ZIEHT AUS. DIE SEHNSUCHT WILL NACKT SEIN. DIE SEELE ZIEHT SICH VOR DER SCHAMGRENZE ZUR‹CK, DIE BEFRIEDIGUNG VERSPRICHT: DER K÷RPER SCHIEBT SICH VOR, DIE SEELE BLEIBT ZUR‹CK: NUR ZUM SCHAUEN BESTELLT. IHR GL‹CKLICHEN AUGEN, ES WƒR' DOCH SCH÷N


BILDAUSSCHNITT MIT AUGENMASS
DAS SCHAUFENSTER BITTET DIE SEHNSUCHT ZUR KASSE UND DIE SEELE ZAHLT DEN PREIS. DIE SEELE KONSUMIERT SICH SELBST. DAS OBJEKT DER BEGIERDE UND DAS SUBJEKT DER BEGIERDE WERDEN EINS UND BLEIBEN EINSAM. DAS SCHAUFENSTER LƒSST TIEF BLICKEN: DER AUGENBLICK IST EWIG


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